Feuerwehr Poppenwind

 

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Freiwillige Feuerwehr Poppenwind

   

Die Feuerwehr im 2. Weltkrieg. Da die Männer des Dorfes an der Front kämpften, mussten die Frauen sie in der Feuerwehr ersetzen.  

Erste Aufzeichnungen stammen aus dem Jahre 1811. Damals wurde behördlicherseits "befohlen, einen Feuerteich anzulegen da es bei Feuersgefahr an Wasser fehlte." Bereits lange vorher gab es auf dem Dorfplatz die Dorfweth, welche jedoch nicht zur Brandbekämpfung ausreichte. Dieses historische Datum wollen wir auch nutzen, um im Jahr 2011 "200 Jahre Feuerwehr Poppenwind" zu feiern. 

Am 7. Juli 1822 gab es in Eisfeld einen großen Brand. Hier leisteten auch die Poppenwinder Hand- und Vorspanndienste. Des Weiteren spendeten die Poppenwinder 30 Gulden und 9 Kreuzer an die Brandopfer.

 Weiterhin berichtet die Chronik " Da es der Gemeinde an Feuerlöschgeräten, besonders auch an einer Spritze fehlte, kaufte die selbe 1831 eine Tragspritze für 158 Gulden und 42 Kreuzer von August Röser in Hildburghausen."

 Diese kam schon wenige Jahre später zum Einsatz, denn so die Chronik weiter: 

"Der 16. November 1836 hätte leicht zu einem Unglückstag für das Dorf werden können. Es brannte die Weichlersche (später Pfrängersche) Scheune, doch wurde das Feuer bald gelöscht und weiterer Brandschaden verhütet." 

1882 bekam Poppenwind eine neue Handdruckspritze, hergestellt von der Firma Georg Dorst aus Oberlind.

 Bei Bränden in den Jahren1875, 1892 und 1909 in Brünn, unterstützte die Feuerwehr Poppenwind die Brandbekämpfung. Man sieht also, schon damals hat die Zusammenarbeit bestens funktioniert.

 1893 zerstörte ein Feuer das Hofmann´sche Wohnhaus.

 1911 brannte das Wirtshaus des Albin Bauer nieder, hier gab es einen weiteren Einsatz der Poppenwinder Kameraden. Beim Wiederaufbau des Hauses wurde ein Wendenfriedhof aus der Besiedelungszeit freigelegt. Auch das Anwesen des Richard Heß brennt nieder. Im Jahr 1912 das nächste Feuer, das Haus von August Schilling in der Kitze fällt den Flammen zum Opfer.

 Dann war es lange ruhig in Poppenwind. Von größeren Unglücken sind wir verschont geblieben.

 1928 bekommt Poppenwind einen neuen Feuerlöschteich. 

Ende der 1940´er Jahre brannte der Saal des Gasthauses "Zum fröhlichen Jäger" in der Sandgasse.

In den 1960´ern brannte die Räucherkammer im Haus des Berthold Schmidt. Hier löschte ebenfalls die Feuerwehr.

Mitte der 1980´er war eine große Schneekatastrophe. Die Straße von Brünn nach Poppenwind war so zugeweht, dass selbst die schwere Technik nicht mehr durchkam. Auch hier standen die Kameraden der Feuerwehr ihren Mann und haben die Strecke freigeschaufelt. Ebenfalls in den 80´ern wurde bei einem starken Sturm ein Dach abgedeckt. Hier halfen die Einsatzkräfte sofort und sicherten noch am selben Abend und in der Nacht das Dach und deckten es soweit wie möglich neu ein. Ansonsten wurden bei Unwettern in Poppenwind die "Aufräumarbeiten danach" vorgenommen.

1985 wurde der Feuerlöschteich erneuert und durch Gitterplatten befestigt. 

In den 90´ern wird die Saugstelle erneuert und an die neuen Standards angepasst.

 Der letzte Brandeinsatz war 2001 der Brand des Strohlagers in der Waisagrund Agrar GmbH Crock. Sonst hatten wir in den letzten Jahren mehrere Technische Hilfeleistungs Einsätze, Beseitigungen von Unwetterschäden und andere kleinere Hilfseinsätze.

Die Kameraden nehmen regelmäßig an den Ausbildungen und Lehrgängen auch über die Gemeindeebene hinaus teil. Die Winterschulungen und praktischen Ausbildungen werden rege zur Weiterbildung genutzt.

2008 erfolgte die Einweihung des neu sanierten Gerätehauses und die offizielle Übergabe unseres MTW VW T4, nachdem unser alter VW Bus T2 bereits stark in die Jahre gekommen war. Ebenfalls übergeben wurde an diesem Tag unser neuer TSA. Das Gerätehaus wurde in vielen freiwilligen Stunden wieder hergerichtet. 

Der alte Schlauchturm aus dem Jahr 1966 ist leider nicht mehr zu retten. Er steht zwar unter Denkmalschutz, jedoch in Zeiten knapper Kassen hilft das leider auch nicht weiter und so wird er wohl oder Übel irgendwann einmal abgerissen werden. Es sei denn, ein großzügiger Sponsor findet sich, der dem Gemeinwohl und dem Löschwesen einen guten Dienst erweisen möchte. Sollte diesen Artikel jemand zum Anlass nehmen uns zu unterstützen, so kann er sich gerne melden.

Poppenwind ist auch noch in Besitz der alten Handdruckspritze von 1882. Dem energischen Handeln der damaligen Wehrführer Albrecht Kost und Ingo Schmidt ist es zu verdanken, dass dieses Schmuckstück in DDR Zeiten nicht demontiert und verkauft wurde, wie in so vielen anderen Wehren oder in einer Sammlung irgendwo in einer großen Feuerwehr endete.

Auf diese Spritze sind wir sehr stolz. Zu Jubiläen und hohen Geburtstagen von Feuerwehrangehörigen holen wir sie auch mal raus und spritzen damit zu Ehren des Jubilares.

Ein weiterer Bestandteil unserer historischen Technik ist der alte TSA aus DDR Produktion. Baujahr 1967 und noch komplett bestückt wird auch er gepflegt und der Nachwelt erhalten. 

-         Bis Februar 2010 eigenständige Ortswehr in Auengrund

-         Seit Februar 2010 Strukturänderung der Wehren in Auengrund, aus 7 Ortswehren werden 2 Hauptfeuerwachen, mit den einzelnen           Ortswehren als Löschgruppen. Dies war aus heutiger Sicht der bessere Weg. Denn viele Alternativen gab es nicht...

-         Feuerwache Auengrund 1 sind Poppenwind, Crock und Oberwind. Hauptsitz in Crock

-         Feuerwache Auengrund 2 sind Schwarzbach, Brattendorf, Wiedersbach, Merbelsrod

-         Dadurch wird die bisher schon sehr gut funktionierende Zusammenarbeit weiter verbessert 

Die Strukturänderung stellt auch neue Aufgaben. So sind wir nun bestrebt die Kameraden aus Poppenwind auf den Fahrzeugen von Crock mit auszubilden so dass jeder im Ernstfall die Technik das anderen bedienen kann und Poppenwinder, Crocker und Oberwinder Kameraden gemeinsam auf einem Fahrzeug sitzen und kämpfen. Es kann nicht mehr jeder nur noch sein Ding machen. Wir müssen zusammen denken und zusammen handeln. Ob derjenige nun aus Poppenwind, Crock oder aus einer anderen Wehr im Auengrund kommt, jeder muss in der Lage sein mit dem Gerät des anderen zu arbeiten. Nur so wird es künftig möglich sein die gestellten Aufgaben zu meistern.

 Die Feuerwehr Poppenwind und der Feuerwehrverein richten jedes Jahr das Sommerfest, Osterfeuer und Martinsfeuer in Poppenwind aus und sorgen so nicht nur für die Sicherheit der Bürger, sondern gestalten auch das kulturelle Leben aktiv mit. Auch Arbeitseinsätze im und um das Dorf gehören dazu.

 Ebenfalls unter den ersten Plätzen ist Poppenwind im Feuerwehr-Wettkampfsport. So hat Poppenwind beim Löschangriff immer sehr gute Ergebnisse erzielt und konnte sogar über Jahre hinweg mit 2 Männermannschaften, einer Frauenmannschaft und einer Jugendmannschaft gleichzeitig antreten. Doch nun fehlt wie überall auch der Nachwuchs und es wird schwer,  neue Kameraden zu gewinnen. Die geburtenschwachen Jahrgänge schlagen sich eben auch hier nieder. 

 Die Wehrführung vor und während des 2. Weltkrieges hatte Max Schellhorn inne.

Der erste Wehrführer nach dem Krieg war Rudi Bauer. Im folgten Otto Bauer, Ernst Gottwald, Fritz Dimter, Albrecht Kost und Ingo Schmidt, der die Wehr seit 1984 führte und uns über die Wende brachte. Ihm folgte 2001 Falk Kirchner, 2006 Harald Kost und 2009 André Rögner.

Seit Februar 2010 mit Crock und Oberwind nun zur Feuerwache Auengrund 1 gehörend ist der Wehrführer dieser Wache René Pfötsch aus Crock, stellv. Wehrführer ist der bisherige Wehrführer von Poppenwind, André Rögner.

 Poppenwind verfügt über einen MTW VW T 4 mit TSA, bestückt mit Pumpe Jöstadt ZL 1500 und Löschgruppenbeladung.

   
   
 

 

 

 

    Brünn 2010

 

Die Feuerwehr in den 1990´ern. Inzwischen verfügt die Feuerwehr Poppenwind über eine Männergruppe sowie eine Mädchen,- und eine Jungengruppe als Jugendwehr.

     

 

Vom 3. bis 5. Juni 2013 waren 4 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Poppenwind im Verband der Einsatzzüge des Katastrophenschutzes des Landkreises Hildburghausen im Hochwassereinsatz im Altenburger Land. Vom 8. Juni bis 14. Juni verlegten 2 der Kameraden mit dem Einsatzzug I in den Hochwassereinsatz nach Magdeburg und Stendal. Ich danke für die Einsatzbereitschaft und die Mithilfe!


Einsatzzug I und II im Altenburger Land

Einsatzzug I in Stendal