Bauernkrieg

 

 

 

 

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Der Bauernkrieg * 1525

Der Aufstand brach Anfang des Jahres 1525 in Süddeutschland los. Im April 1925 sprang das Feuer der Empörung in das Fränkische über. Nahe der Hennebergischen Grenze, bei Bildhausen, (Nähe Bad Kissingen/ Münnerstadt) sammelte sich ein großer Haufen aufrührerischer Bauern unter der Führung des Schreiners Hans Schnabel. Die Bauern drangen in das Kloster ein, plünderten die Gebäude, verjagten die Mönche und verbrannten die Zinsbücher und Urkunden in den Backöfen. In rascher Folge schlossen sich Dörfer und Städte an. Da taten sich auch die Bauern im Werratal zusammen. Die Lehre Luthers, daß alle Klöster aufgehoben, die Gebäude zu gemeinem besten verwandt, fanden im Klosterreichen Werratal großen Anklang. Mitte April zog aus der Vachaer Gegend ein Bauernhaufen das Werratal aufwärts, geführt von Michael Sachs, Hans Schippel und Melchior Wenke. Sie zerstörten das Kloster Allendorf bei Bad Salzungen und die reichen Breitunger Klöster Herrenbreitungen und Frauenbreitungen. Die Bauern kamen Ende April weiter nach Schmalkalden und zerstörten das Augustinerkloster. Darauf nahmen sie Wasungen und ließen die Burgen Marienluft und Landsberg in Flammen aufgehen. Die Bauern standen nun auf der Höhe ihrer Macht. Doch schon machten sich Uneinigkeit und Zersplitterung infolge von Selbstsucht bemerkbar. In den Hennebergisch-Fränkischen Landen gingen in Flammen auf: die Henneburg, Stammburg des Grafen Wilhelm von Henneberg; die Lichtburg und die Osterburg. Die Schlösser Bibra, Nordheim, Reurieth, Bedheim, Gleichamberg, Gompertshausen, Breitensee, Sternberg und Harras. Das Kloster Veilsdorf wurde bis auf die Kirche niedergebrannt Veßra zum Teil und Trostadt ganz niedergebrannt. Das Amt Eisfeld wurde durch das Eingreifen geschickter Männer verschont. Der Aufstand wurde grausam gestillt. Nach der Schlacht von Frankenhausen zogen die verbündeten Fürsten mit Graf Wilhelm IV. von Henneberg ins Werratal. 7000 Bauern hatten sich auf den Höhen von Meiningen verschanzt. Bald mußten sie aber die Höhen aufgeben. Sie flüchteten in die Stadt Meiningen, die sich bald ergab. Bürger und Bauern wurden gezwungen den Treueid zu leisten und die Kosten des Kriegszuges zu tragen. Die Bauern mußten die Stadt verlassen, Hans Schnabel wurde in Ketten gelegt. Grausam war das Los der Bauern. Große Teile des vorher begeisterten deutschen Volkes wandten sich von Luther ab, von dem sie sich verlassen und verraten fühlten.